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Umtragen & Portagen
Gelegentlich kann es vorkommen, daß Hindernisse zu umtragen sind oder einfach Strecken auf Land von See zu See bewältigt werden müssen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist.
Grundsätzlich, gibt es zwei Möglichkeiten, sofern nicht Hilfsmittel vor Ort zur Verfügung stehen. Findet man einigermaßen glatte Wege vor, ist ein Bootswagen ein gutes Hilfsmittel. Der Wagen ist meist klappbar und hat zwei aufsteckbare Räder. Zum Umsetzen wird der Wagen ungefähr mittig unter dem Boot platziert, dann wird das Boot mit einem Spanngurt oder Seil auf dem Wagen fixiert ... und schon rollt die Fuhre dem Ziel entgegen. In erschlossenen Kanuregionen in unserem Land kann man so einen Wagen relativ häufig nutzen.
Wird die Landschaft ein bißchen ursprünglicher oder wilder, nutzt so ein Wagen nicht mehr viel, wenn es keine "fahrbaren" Wege gibt. Dann ist Tragen angesagt! Jetzt zahlt es sich aus, wenn man sich vorab ein paar Gedanken um sein Gepäck und die Tragbarkeit gemacht hat. Relativ schlechte Karten hat man mit einem Kajak, da es hier viele kleine Beutel gibt, die sich nicht so gut transportieren lassen.
Besser kann man es mit einem Canadier organisieren. Etliche Modelle haben in der Mitte ein Tragejoch, mit dem eine Person das Boot auf den Schultern tragen kann (Bild links). So kommt man auch in unwegsamen Gelände gut voran. Wichtig ist, das man die gesamte Ausrüstung auf wenige, große und gut tragbare Gepäckstücke aufteilt. Vorteilhaft ist es, wenn man einen Packsack auf dem Rücken tragen kann. Dann hat man die Hände noch für Kleinkram frei. Durchdenkt man vor der Tour die Dinge etwas, sollte ein Team aus zwei Paddlern mit einem Boot mit akzeptablen Aufwand so einen Weg (Portage) mit zwei "Lastgängen" erledigen können.
Die gelegentlich zu sehenden "Problemlösungen" bei Paddlern, die es nicht besser wissen und ihr voll beladenes Boot über Wiesen, Steine und Beton ziehen und schleifen, sind sehr unergonomisch, uneffektiv und schaden ganz sicher dem Bootsrumpf. Von solchen "Experimenten" kann man nur abraten.